Ein Blog zum Thema Malerei und meinen Motorradreisen.

(Meine Bilder findet Ihr am Ende der Seite)

Montag, 6. Juni 2016

Tourbeginn Südfrankreich 2016

Ab heute findet Ihr mein Tourtagebuch auf der neuen nebenstehenden Seite "Südfrankreich 2016" (ja ich weiß, die Seite müsste weiter oben stehen, damit der Aufbau logisch bleibt, aber an meinem Handy läßt sich die Position grad nicht verändern).

Viel Freude beim Lesen!

Freitag, 18. Dezember 2015

BMW S 1000 RR - Elegante Schönheit

Mein neuestes Werk ist fertig geworden...diesmal nicht wirklich gemalt, sondern fast nur gespachtelt und echt passend für einen Motorradblog - ta daaaa:



Da der Herbst nicht enden will, bin ich auch nochmal gefahren - in meiner mollig warmen Nordkapausrüstung. Einzig mit meinen Handschuhen bin ich wirklich unglücklich. Als ich fuhr waren es 9 Grad, also nicht so schrecklich kalt...und trotzdem hatte ich nach nicht einmal einer Stunde schon gar kein Gefühl mehr in den Fingern. Da hätte ich gerne mal eine bessere Lösung. Nur bin ich irgendwie zu geizig, weit über hundert Euro für teurere Handschuhe auszugeben, nur um dann bei der nächsten langen Tour frustriert feststellen zu müssen, dass sie ebenso wenig halten, was der Hersteller bezüglich Wasser und Kälte verspricht.
Und jaaaa ich bin immer noch gegen Griffheizung...das ist nur was für BMWfahrer ...männlich ... jenseits der 50 ;-p. Ok, ich bin ja seit kurzem auch unter die BMWler gegangen...aber wider Willen! Und vielleicht bin ich nur anatomisch eine vollwertige Frau (Blödsinn, dass die inneren Werte zählen). Aber zuletzt rettet mich auf jeden Fall mein knackiges Alter vor der Umgestaltung meines Bikes in einen Renterbuggy. Ich werde versuchen mich bis zum 49. Lebensjahr standhaft zu weigern.
Euch noch einen extrem motorradtauglichen Spääääätherbst!

Samstag, 10. Oktober 2015

Tourempfehlung Ardennen und Eifel

Mittlerweile liegt der neue Temperaturstandard bei unter 15 Grad....womit der Sommer also vorbei wäre - nicht aber die Saison, so hoffe ich.
Denn nach meiner Zielneudefinierung von einer kurzen Norwegentour hin zu einigen Tagestouren im heimischen Umfeld, bin ich erst zweimal gefahren. Aber der erste Tag war so traumhaft, dass ich gleich bei der nächsten Gelegenheit fast die gleiche Route nochmal gefahren bin. Das Wetter war perfekt und entgegen meiner eingefleischten Gewohnheit habe ich es tatsächlich mal geschafft, mich passend anzuziehen und nicht zu bibbern oder zu ölen.  Die Sonne schien wohlig warm auf meinen Rücken und ich war vom lauen Fahrtwind und den herrlich wechselnden Düften der Landschaften schnell beflügelt genug, um Abenteuerlust zu bekommen.
Irgendwo in Belgien fuhr ich an einem Waldweg vorbei und dachte mir: "Ohhh wie schön! Da könnte man bestimmt ein bissl Offroadspaß haben.....leider habe ich keine Crosser :-( "
500 Meter weiter siegte die Neugier, Abenteuerlust, Vorfreude  - wie auch immer man das nennen will - und ich drehte um, um mich hinein zu wagen. Nach 50 Metern Waldweg bekam ich dann die ersten ganz wetterunabhängigen Schweißausbrüche, da es sich schwieriger gestaltete als gedacht (und mir fehlt nunmal jegliche Übung in dieser Hinsicht). Der "Weg" hatte nun was von Steinbruch und da es vorher wohl geregnet hatte, ergab sich eine spannende Kombination aus glitschigen Steinen arrangiert zu Furchen, tiefen Mulden und kleinen Hügeln. Am Ende der Steinlandschaft war ich erleichtert und der festen Überzeugung es müsse sich gelohnt haben und könne nicht schlimmer werden. Der Weg hatte danach mehr mit Waldboden zu tun, als vorher...doch wurde es recht zügig immer schmaler. Aus dem Weg wurde ein Trampelpfad, der sich mehr und mehr verjüngte bis er nur noch wenig breiter als mein Reifen war. Aber theoretisch reicht das ja auch. Nur stieg der Weg auch immer mehr an und mir kam der Gedanke, dass am Ende vielleicht in diese Richtung kein Weg aus dem Wald raus führt und ich den gleichen Weg zurück muss. Dazu muss man ja nunmal wenden. Dazu braucht man zumindest ein Minimum an Platz. Doch rechts stieg der Hang immer steiler hinauf und links fiel er immer heftiger ab. 
An drei Punkten wurde ich langsamer und dachte mir: "Drehen wird hier sehr schwierig. Vielleicht ist das sogar der letzte Punkt, wo ich das überhaupt noch aus eigener Kraft schaffe....ich sollte umdrehen - jetzt!". Doch dann ist da ja noch die Abenteuerlust im Blut...also fuhr ich weiter und setzte auf:  "Es könnte auch durchaus wieder besser werden.... und es macht doch so viel Spaaaß =) "
An Punkt vier hatte ich dann ein wenig mehr Aussicht auf die weiter Lage vor mir, was meine Gedanken rasch Richtung ADAC lenkte, der hier allerdings nicht durch käme. Die Vorstellung jemandem - und sei es nur meinem Mann -  erklären zu müssen, wo ich bin und warum und vor allem, dass ich es allein nicht raus schaffe, war mir so zuwider, dass sich schnell die nötige Willenskraft breit machte, die nötig war, um mein Motorrad Stück für Stück zu wenden, indem ich Heck und Front immer wieder ein kleines bißchen zur Seite hob. Es war eine kleine Beule im Hang rechts neben mir. Doch es war immer noch mehr als eng bemessen und ich wankte mit jedem Schritt und jedem Anheben aufgrund der schlechten Standmöglichkeiten für mich und die BMW, die mit dem Hintern Richtung Abgrund auf keinen Fall der Erdanziehung übergeben werden durfte. Wäre sie nur fünf Kilo schwerer gewesen, hätte ich das glaube ich nicht bis zum Ende durchgestanden.
Mann war ich glücklich sie nicht zurücklassen zu müssen, um Hilfe zu holen .... ja, Handynetz hatte ich dort auch nicht. Dann den ganzen Weg zurück, was ja zu dem gerade vollbrachten Akt geradezu eine Sonntagstour war und wieder auf den sicheren Asphalt....ein Miniabenteuer nach meinem Geschmack!

Und nun zu meiner Tourempfehlung für Biker, die Kurven mögen (nur wenig Haarnadelpassagen):
Ich habe die ungefähre Route unten verlinkt. Selbst habe ich sie nach folgenden Angaben von Freuden gefunden: In Thimister-Clermont (Belgien) von der Autobahn runter, Navi auf Autobahnen vermeiden einstellen und dann der Reihe nach grob in folgende Richtungen fahren - Verviers, Liege, Spa, Trois-Pont, Prüm, Gerolstein und dann ab nach Hause.
Ardennen-Eifel-Tour (~ 4 Stunden)

Viel Freude beim Fahren - die Saison ist noch lange nicht vorbei!

Sonntag, 19. Juli 2015

Wer seine Ziele erreichen will, muß bereit sein sie zu ändern

Wir haben uns kürzlich für drei Wochen Spanienurlaub entschieden...wodurch sich meine verbleibenden Urlaubstage auf ein Minimum verringern, das leider keine Motorradtour nach Norwegen mehr zuläßt *seuftz*heul*schluchtz*
Um ehrlich zu sein, hat dieses Jahr auch vorher schon einiges dagegen gesprochen, aber ich hatte doch immer noch eine wackere Resthoffnung...nun nicht mehr...
Drei Wochen bei meist vierzig Grad an der südlichen Küste Spaniens liegen - nicht gerade Abenteuerurlaub nach meinem Geschmack. Aber Michael war die letzten Monate echt fleißig und hat sich drei Wochen Entspannung am Stück gewünscht - und das ist für ihn eben purer Strand- und Bummelurlaub. Ich sehe dem Ganzen auch aus anderen Gründen sorgenvoll entegegen: Ich habe vor einiger Zeit einen Bericht gehört, demzufolge man bei dieser Art stupider Rumliegerei 20 IQpunkte einbüßt...womit ich nach drei Wochen vermutlich wieder bei null ende...schade eigentlich.
Zurück zum Punkt: Mein eigentliches Ziel war es, sieben bis zehn Tage mehrstündig auf dem Motorrad zu sitzen - auf der Reise nach, durch oder von Norwegen zurück. Da das leider nicht realisierbar ist und ich mich ohne klares Ziel vermutlich wiedermal gar nicht zum Fahren freimachen werde, habe ich mir nun vorgenommen, mich bis zum Jahresende trotzdem sieben bis zehn Tage auf den Bock zu schwingen und ausgedehnte Tagestouren zu machen. Mal sehen wie ich mich schlage :-D

Samstag, 4. Juli 2015

"Ich bin mit dem Motorrad bis Afrika gefahren"...

...hört sich doch viel cooler an, als "Ich bin dann noch ein wenig durch Frankreich gegurkt.".
Deswegen hatte ich im Geiste bereits beschlossen  2016 in Marokko zu enden. Wir planen mit Freuden eine Tour nach beziehunsweise durch Südfrankreich. Die dauert jedoch vermutlich wieder nur 7-10 Tage...ich wäre dann alleine weiter nach Gibraltar, um von dort mit der Fähre zu einem für mein Motorrad neuen Kontinent aufzubrechen.
Marc hatte bereits erwähnt, dass mir die wettertechnischen Verhältnisse im Juli bereits in Spanien nicht gefallen würden (alles über 29,5 Grad finde ich absolut ekelig)...ich konterte, das sei es wert, wenn mein Maschinchen dafür am Ende sagen dürfe, sie habe schonmal afrikansche Luft geschnuppert...ICH LAG FALSCH! 
Ich bin am Donnerstag mit dem Motorrad nach Duisburg gefahren (40 Minuten) und war heil froh Wechselsachen mitgenommen zu haben, da die Kleidung unter meiner ach so atmungsaktiven und mit Lüftungsschlitzen versehenen Kombi total durch war. Nichtsdestotrotz war ich so überhitzt, dass ich den ganzen Tag krebsrot war. Außerdem hatte ich keine anderen Schuhe mit. So verbrachte ich den Tag bei 38,5 Grad in Motorradstiefeln...wunderbar. Als ich abends wieder daheim angekommen war, war ich sogar zu fertig, um mich noch selbstständig meiner Sachen zu entledigen. Ich ließ mich auf die Couch fallen, übertrug Michael das Entkleiden und schleppte mich dann unter die kalte Dusche. Afrika ist gestrichen, da fahr' ich lieber mit Sommerhandschuhen zum Nordkap als so in die Wüste...schade drum, aber das ist es mir nicht wert... ich haaaaasse Schwitzen.

Dienstag, 16. Juni 2015

Der Verlobungsring

Heute nochmal was Außermotorisches:
Dieses Bild war ein Auftrag, den ich für eine Hochzeit malen sollte. Vor lauter Freude es endlich fertig zu haben hätte ich es beinahe hier eingestellt noch bevor es als Hochzeitsgschenk übergeben wurde... glücklicherwise hat sich mein Gehirn dann kurz vorher doch nochmal zum Arbeiten herabgelassen. 
Zum Fahren bin ich leider nicht gekommen, allerdings nicht nur wegen dem Bild, sondern vor allem auch weil ich Crossen müsste, um aus der Garage rauszukommen...unsere Einfahrt wird gepflastert und ist deshalb ziemlich tief aufgerissen und mit Sand und Schotter bedeckt. 
Ich hoffe Ihr nutzt das Wetter standesgemäßer als ich.

Dienstag, 21. April 2015

Wenn Dir das Leben Zitronen gibt, ...

... frag nach einem Motorrad - wirkt tausend mal besser, als Tequila und Salz!
Heute (ja erst am 21.April eines eigentlich recht früh warmen Jahres) hatte ich endlich Saisonstart und es war einfach herrlich - die Sonnenstrahlen auf der Kombi, diese wechselnden Gerüche, die sogleich ein Lächeln unter den Helm zaubern, und diese Kurven nach den "Rasen-ist-out-Motorrad-Warnschildern" - zum Dahinschmelzen =)
Und wieder frage ich mich, warum ich nach jeder Fahrt sooo schnell vergesse, wie schön das jedes Mal ist und wie gut es mir tut. Egal wie das Wetter ist, egal wie mein Grundzustand ist, egal ob ich eine schöne Strecke erwische oder nicht - Endorphine gibt es immer - meistens mehr, mal weniger. Doch schon bald ist diese Tatsache nicht mehr so präsent, daß sie mich zur erneuten Ausfahrt bewegen könnte, sofern nicht alles andere picco bello läuft, alle Pflichten erledigt und alle Sorgen beseitigt sind. Eigentlich dumm, da es ja ziemlich unmittelbar Energie für alle anschließenden Aktivitäten freisetzt. Nun ja..."Sie war stets bemüht." wird auf meinem Grabstein stehen ;-p
Nach dem langen motorradfreien Winter habe ich außerdem heute noch ein Argument bekommen, mich häufiger in den Sattel zu schwingen: Auf unbekannter Strecke habe ich mich heute gleich in zwei überraschenden Kurven verbremst - wie eine Anfängerin! Das hat mich sehr geärgert...wo ich doch soviel norwegische Kurvenerfahrung habe, sollte mir das eigentlich nicht mehr passieren. Egaaaal...das Leben ist schön!

Collin Fynn

Collin Fynn
Acryl und Öl auf Leinwand